Clearing Stationäre ISE Krisenintervention


Clearing


In dem dreimonatigen Clearing werden unter Berücksichtigung der indviduellen Bedürfnisse und Ressourcen erlebnispädagogische und arbeitspädagogische Projekte durchgeführt.

Im Rahmen der natursportlichen Aktivitäten (z.B. Wandern, Fahrradfahren, Floß- und Kanutouren oder Bergsteigen) leben der Jugendliche und sein Betreuer in der Natur. Dabei ist der Jugendliche von Anfang an als aktiv Handelnder gefordert. So entscheidet der Jugendliche selbst, wie viele Kilometer er zurücklegen will, wann er was kochen will und wo er schlafen möchte. Auch erfährt der Jugendliche in ganz grundlegenden Situationen, dass sein Handeln immer eine natürliche Konsequenz hervorruft.

In den arbeitspädagogischen Projekten stehen vor allem handwerkliche, hauswirtschaftliche und landwirtschaftliche Betätigungen im Vordergrund. Dabei ist es möglich, einen Einblick in die Ressourcen, Interessen und in die Leistungsfähigkeit des Jugendlichen zu bekommen.

Die vielfältigen gemeinsamen Erlebnisse fördern einerseits den Beziehungsaufbau zwischen dem jungen Menschen und seinem Betreuer. Andererseits erfährt sich der Jugendliche selbst, lernt neue Fähigkeiten aber auch Grenzen kennen. Dies sind notwendige Grundlagen, um Selbstbewusstsein aufzubauen und Perspektiven im Leben zu entwickeln.

Parallel dazu wird in Zusammenarbeit mit dem Diagnostikbüro Drehpunkt auf der Basis eines narrativ-biographischen Interviews eine umfassende pädagogische Diagnostik erstellt. Die Ergebnisse der Diagnostik und die Erfahrungen aus dem Clearing werden in einer pädagogischen Empfehlung zusammengeführt. Auf dieser Grundlage werden dann wiederum das pädagogische Umfeld sowie die Ziele der weiteren Betreuung festgelegt.



Stationäre ISE


Eine stationäre ISE ist nur im Anschluss an ein Clearing möglich. Zu Beginn der stationären ISE bekommt der Jugendliche ein eigenes Zimmer, das er selbständig renoviert und einrichtet. Durch anschließende arbeitspädagogische Projekte und Praktika, durch Rückführung in die Schule und durch zunehmende selbständige Lebensführung werden die Jugendlichen schrittweise an die Anforderungen des (Berufs-)Lebens herangeführt.

Auch eine sinnvolle Freizeitgestaltung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der Alltag der Jugendlichen wird dabei immer wieder durch gemeinschaftliche erlebnispädagogische Unternehmungen aufgelockert.

Die inhaltliche Ausgestaltung der Maßnahmen sowie das pädagogische Wirken orientieren sich dabei an den Zielen des Hilfeplans. Dieser wird stets an die aktuelle Lebenssituation des Jugendlichen angepasst.

KEEP bietet langfristige ISE Stellen sowohl im Stammhaus in Düllstadt/Schwarzach am Main, als auch in unterschiedlichen Außenstellen an.


ISE Stellen im Stammhaus

Das gemeinsame Zusammenleben von Betreuten und Betreuern in einer Gruppe im Haus bildet die Grundlage, konstante und von Zuwendung geprägte Beziehungen zu erfahren und soziale Kompetenzen zu erwerben. Es besteht ein klar strukturierter Rahmen, der den Alltag regelt und den jungen Menschen Orientierung bietet. Die jungen Menschen werden in alle anfallenden Arbeiten im Haus und auf dem Grundstück integriert.


ISE Außenstellen

Stellt es sich im Clearing heraus, dass das pädagogische Umfeld im Stammhaus für einen Jugendlichen nicht entwicklungsfördernd wäre, wird in der nahen Umgebung eine Wohnung angemietet, um dort die Maßnahme durchzuführen. Der Kontakt zum Stammhaus bleibt jedoch erhalten, da verstärkt darauf geachtet wird, den Jugendlichen weitmöglichst in das dortige gemeinschaftliche Leben zu integrieren.



Krisenintervention / Time-Out


KEEP führt Krisenintervention zwischen vier und sechs Wochen durch. Das spezielle Setting (z.B. auf einer Alm in Tirol oder an einem Bauwagen in der Rhön) dieser intensivpädagogischen Maßnahme ermöglicht dem Jugendlichen den nötigen Abstand zum Alltag. Dadurch können die Ursachen der Krise reflektiert und Bewältigungsstrategien entwickelt werden.



KEEP - Bamberger Straße 60 - 97359 Schwarzach am Main - Tel 09325 979151 - info@keep-jugendhilfe.de